Zur Verhältnismässigkeit

“Wenn Sie daran glauben, dass es eine Sache gibt, die die Menschheit am meisten bedroht, und jemand kommt herein und kritisiert die Farbe ihres Hemdes, was fällt Ihnen dazu ein?”

Shai Agassi

The Man in the Arena

It is not the critic who counts; not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could have done them better. The credit belongs to the man who is actually in the arena, whose face is marred by dust and sweat and blood; who strives valiantly; who errs, who comes short again and again, because there is no effort without error and shortcoming; but who does actually strive to do the deeds; who knows great enthusiasms, the great devotions; who spends himself in a worthy cause; who at the best knows in the end the triumph of high achievement, and who at the worst, if he fails, at least fails while daring greatly, so that his place shall never be with those cold and timid souls who neither know victory nor defeat.

Theodore Roosevelt, 1910

Kommt uns bloss nicht mit Kant

Von Mark Siemons, Peking 28. April 2008

Von Tibet war an diesem denkwürdigen Nachmittag an der Peking-Universität nicht die Rede. Aber die in den letzten Wochen dramatisch verschärften Empfindlichkeiten zwischen China und dem Westen schwangen in jeder einzelnen Formulierung mit, als sich deutsche und chinesische Philosophen darüber austauschten, was „Aufklärung“ für sie bedeutet. Es traten die Wahrnehmungsdifferenzen hervor, die den politischen Streit zusätzlich komplizieren - wobei die Konfliktlinien bisweilen alle Erwartung unterliefen: Die Deutschen kamen mit Kant, die Chinesen konterten mit Thomas Mann. (more…)

Geisteszustand: Was schon Goethe wusste

“Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, Und leider auch Theologie! Durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor; Heiße Magister, heiße Doktor gar, Und ziehe schon an die zehen Jahr Herauf, herab und quer und krumm Meine Schüler an der Nase herum - Und sehe, daß wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen. Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen, Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen; Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel, Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel - Dafür ist mir auch alle Freud entrissen, Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen, Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren, Die Menschen zu bessern und zu bekehren. Auch hab ich weder Gut noch Geld, Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt; Es möchte kein Hund so länger leben! Drum hab ich mich der Magie ergeben, Ob mir durch Geistes Kraft und Mund Nicht manch Geheimnis würde kund; Daß ich nicht mehr, mit sauerm Schweiß, Zu sagen brauche, was ich nicht weiß; Daß ich erkenne, was die Welt Im Innersten zusammenhält, Schau alle Wirkenskraft und Samen, Und tu nicht mehr in Worten kramen.”

Meet the next President !